Rot II

Meine Installation Rot II berichtet von meiner künstlerischen Forschung. Es geht um die Keramik selbst, um keramische Farbe.

Während meines Forschungsprojektes zum Thema „die Farbe Rot in den keramischen Technologien" kam es vor, dass Rotrezepte durch die komplexen Brennvorgänge und die Vielzahl an Faktoren, die keramische Prozesse ausmachen, wider Erwarten nicht rot geworden sind.
In meiner Arbeit Rot II nutze ich die wissenschaftliche Recherche aus meinem Forschungsprojekt als Material um damit Kunst zu machen.

Jedes meiner Rot-Rezepte wird durch eine handgeschriebene Zahl aus Porzellan repräsentiert, die mit der entsprechenden keramischen Oberfläche gebrannt wurde. Zahlen können dabei öfter vorkommen, da verschiedene Brennprogramme, verschieden Brennkurven, so wie unterschiedlich starke Auftragsdicken zu unterschiedlichen Rots führen können trotz gleichen Rezeptes. So zeigt eine Zahl immer die Variation eines Rezeptes. Die Zahlen spiegeln die Reihenfolge meiner Glasurherrstellung und meiner Glasurrecherche wider.

Diese Arbeit zeigt die Rotrezepte, die durch die komplexen Brennvorgänge und die Vielzahl an Faktoren, die keramische Prozesse ausmachen, widererwarten nicht rot geworden sind, sondern blau, hellblau, türkisblau, grünlich, weiß, farblos, bräunlich usw. Als eigene Arbeit reflektiert Sie noch deutlicher wie keramische Farbe funktioniert und nutzt das, was in der wissenschaftlichen Recherche ein Fehlergebnis gewesen wäre.

My installation Red II reports on my art research. It's about ceramics itself, about ceramic colour. During my research project on "the colour red in ceramic technologies", contrary to expectation red recipes did not turn red due to the complex firing processes and the large number of factors that make up ceramic processes. In my work Red II, I use scientific investigation from my research project as a material to make art. Each of my red recipes is represented by a handwritten number made of porcelain fired with the appropriate ceramic surface. Numbers can occur more frequently, since different firing programmes, different firing curves, as well as different coating densities can lead to different reds despite the same recipe. Thus, a number always shows the variation of a recipe. The numbers reflect the order of my glaze production and my glaze research. This work shows the red recipes, which did not become red due to the complex firing processes and the multitude of factors that make up ceramic processes, but became contrary to expectation blue, light blue, turquoise, greenish, white, colourless, brownish, etc. As an individual work, it still reflects more clearly how ceramic paint works and uses what would have been a mistake in scientific research.